DANKE NOBSCH !!!

Als ich 1985 meine leistungssportliche Laufbahn beim Sportclub Leipzig beendete, war mir im Alter von 22 Jahren nicht wirklich bewußt, welch großartiger Mensch
in den vorangegangenen Jahren mein Leben formte. 24 Jahre später hatte ich das Privileg, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Judo-Sports in
den Ruhestand zu verabschieden ..., meinen damaligen Trainer Norbert Littkopf.

Gemeinsam mit 80 Wegbegleitern aus seiner 48-jährigen Laufbahn als Judoka, Männer-Trainer des SCL sowie als Bundestrainer der Frauen-Nationalmann-
schaft erlebte ich eine Verabschiedungsparty mit Rückblicken auf sein Schaffen, unzähligen Danksagungen und jeder Menge Musik bis in die frühen Morgenstunden.

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Seine größten beruflichen Erfolge feierte Nobsch eher unbemerkt, in den entscheidenden Machtkämpfen hinter den Kulissen. Dabei immer seinen Überzeugungen treu bleibend, führte er seine Athleten mit Geduld und Einfühlungsvermögen zu unglaublichen 90 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften.

Anlässlich der Wahlen zu den Sportlern des Jahres 2008 in Sachsen, wurde Norbert Littkopf für sein Lebenswerk mit der Sportkrone geehrt. Die Laudatio hielt kein geringerer als Boxtrainer-Legende Ulli Wegner. "Je 20 Jahre habe ich zunächst Männer und dann Frauen trainiert", sagte Nobsch. „Den Unterschied habe ich recht schnell erkannt. Wenn Frauen schlecht gelaunt sind oder nicht wollen, kannst du nichts machen.“ Rückblickend kann ich heute sagen, dass der Mensch Norbert Littkopf auch mein Leben nachhaltig beeinflusst hat und seine Erkenntnis über die Frauen, hat wohl noch ewig Bestand ;-).

Nobsch, ich wünsche Dir und Deiner Familie für die Zukunft alles erdenklich Gute und vor allem genügend Puste, um Deiner Musik-Leidenschaft zu frönen.